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26 Jan

Blick nach vorn

Ich weiß nicht, ob mein Sensei während der letzten Trainingseinheiten mitbekommen hatte, dass ich an „Blau“ arbeitete. Ich habe mich sogar getraut zu fragen, ob ich in der letzten Einheit, die eigentlich den Braun – und Schwarzgurten vorbehalten war, mit trainieren durfte. Zu meiner Freude hat er es gestattet und ich erlebte ein tolles Training, welches Grundschultechniken auf ein hohes Niveau gebracht hat. Ich erlebte Korrekturen, die bei nicht sofortiger Umsetzung auch mal etwas schroffer waren, lernte einiges über Timing und stolperte mal wieder durch die Drehungen.  

Mein Kampfgeist war geweckt.

In wenigen Tagen würden die Ferien beginnen, das Training somit weniger werden und ich entschloss mich für einen Sommervertrag in einem Sportzentrum. Während der Schulzeit war es schwierig, meine Tochter, meine Arbeit und regelmäßigen Sport unter einen Hut zu bringen, aber in den Ferien sollte es machbar sein, zumindest hatte ich mir das so vorgestellt. 

08 Jan

Ach, komm schon her!

Nur noch wenige Male Training fanden in diesem Jahr statt. Ich lernte, traute mich hin und wieder etwas zu fragen, wurde korrigiert und bekam auch mal vom Sensei ein für mich großes Lob:

Alles richtig gemacht!

So viele Gedanken beschäftigten mich in diesen Tagen, schließlich ging ein aufregendes Jahr für mich zu Ende. 

Ich habe vieles nochmal Revue passieren lassen und habe oft überlegt, was geschehen war. Ich habe mich verändert. Im Dojo und auch privat habe ich alte Gewohnheiten hinter mir gelassen und war auf der Suche nach meinem neuen ICH. Unsicherheit machte sich in mir breit, schließlich bewegte ich mich auf ganz neuem, noch sehr dünnem Eis. Ich wusste nicht, ob es richtig oder falsch war, was ich tat, aber ich wollte diesen neuen Weg gehen, ohne wenn und aber.