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24 Jan

Nach der Prüfung

Im Anschluss an die Prüfung fragte mich natürlich jeder, was los gewesen sei und alle haben es auf meine Nervosität geschoben.

Ich fühlte mich schrecklich. In meinen Augen habe ich mich bis auf die Knochen blamiert und war völlig genervt. Ich wollte doch alles richtig machen und ich hatte hohe Ansprüche an mich selbst und dann dieses Desaster. Jeden noch so kleinen Fehler, jede Ungenauigkeit habe in jeder Technik, in jeder Partnerübung und in der Kata gespürt und in meinen Gedanken zu einem „großen Fehler“ projiziert .

Jeder Versuch, es mir schön zu reden hat mich nur noch wütender gemacht und ich wollte einfach nur weglaufen. Da half nur noch lange duschen und danach waren zum Glück fast alle schon weg.

Ich habe alles durchlebt. Ich war wütend, verletzt, traurig und mein Herz zersprang in tausend kleine Teile.

14 Jan

Unzufrieden

Training für Training arbeitete ich trotz teilweise extremer Schmerzen an mir. Am liebsten hätte ich Zettel und Bleistift in meinem Gi, um bei den Erklärungen einfach mitschreiben zu können, denn ich schaffte es einfach nicht, mir neue Abläufe zu merken. Ich war gezwungen, mir eine eigene Strategie zu entwickeln, wie ich mich durch die Aufgaben hangeln konnte. Ich musste lernen, mir die Grundlagen einzuprägen, auf meinen Körper zu hören und zu überlegen, was am meisten Sinn machen würde. Ich wusste schließlich, dass im Ergebnis kurze, körpernahe Bewegungen schnell zum Ziel führen mussten. Ich wollte mehr lernen und ich merkte selbst, dass es an vielen Kleinigkeiten scheiterte. 

Ich wollte Details wissen, Ich wollte konkrete Beschreibungen, um zu erfahren, was letztendlich das “richtige” Ergebnis sein sollte.  

Ein: “ Das geht so.” reichte mir nicht, ich wollte wissen, was richtig ist und genau daran arbeiten. 

Am liebsten hätte ich unseren Sensei stundenlang ausgefragt und mir alles Schritt für Schritt erklären lassen. 

#www.stepbystepkarate.de #JKA

13 Dez

Augen zu und durch

An einem Wochenende vor den Sommerferien war es üblich, dass gemeinsam mit Teilnehmern aus anderen Verbänden trainiert wurde. Ich hatte keine Vorstellung von dem, was auf mich zu kam. Überwältigt von den vielen Leuten, die dieser Einladung folgten habe ich versucht, irgendwie zu verstehen, was von uns verlangt wurde und wusste bald gar nichts mehr. Wir haben unser Bestes gegeben und diese Trainingseinheiten so gut es ging mit gemacht. Und dann war so weit:

Mein erster Prüfungstermin stand fest!

Ich war völlig durch den Wind. An Einzelheiten kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern, da ich viel zu aufgeregt war, um irgendetwas zu realisieren. So bestand ich meine 1. Prüfung im Karate zum 9. Kyu.