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17 Dez

Was passiert gerade?

Der Lehrgang begann also am Freitagabend. Voller Vorfreude und Spannung fuhren meine Tochter und ich zur Halle.

Wieder überwältigte mich die Atmosphäre.

Ich war fasziniert, hatte großen Respekt und freute mich auf die Dinge, die geschehen würden. Alles was ich glaubte zu Wissen wurde jedoch schon in den ersten Minuten zu Nichte gemacht. Ich hatte nach 11 Monaten Training das Gefühl, ich höre all das, was von uns verlangt wurde, zum 1. Mal und war völlig überfordert. Im Nachhinein habe ich nochmal den Bericht gelesen. Es waren wohl alles Grundschultechniken, welche immer wieder etwas variierten und dann wieder und wieder wiederholt wurden. Irgendwie war es dann vorbei und die Gedanken kreiselten in meinem Kopf. Das anschließende gemeinsame Essen haben meine Tochter und ich recht schnell verlassen, denn wir waren einfach zu müde und erledigt. Wir wollte erst einmal begreifen, was geschehen war, denn schließlich folgten morgen 2 weitere Einheiten.

16 Dez

Veränderung

Mit jedem neuen Training kämpfte ich mich also zu meinem bisherigen Leistungsstand zurück und betrachtete es nach wie vor als ein

gemeinsames Hobby

von mir und meiner Tochter. Woche für Woche verging, wir trainierten und unser Leben lief in gewohnten Bahnen weiter. In November stand ein weiterer Lehrgang bevor. Zum 1. Mal trafen wir auf einen Sensei aus dem Honbu Dojo , dem Instructor der JKA, Sensei Imura Takenori 8. Dan. Meine Tochter und ich redeten viel darüber und natürlich hatten wir großen Respekt. Wir glaubten nach dem vorigen Lehrgang zu wissen, was auf uns zukommen würde. Demzufolge waren wir noch ziemlich entspannt, als wir die Halle betraten. Sehr schnell merkten wir, dass die Realität wieder einmal ganz anders war. Wir erlebten ein Training, welches uns alles abverlangte und uns über unsere Grenzen hinaus forderte.

Eine Erfahrung, die meine Einstellung zu Karate von Grund auf verändern sollte.