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10 Jan

Wünsch dir was

Das Training begann, wie es im letzten Jahr aufgehört hatte. Ich kämpfte mich durch die Einheiten und wann immer ich meine Gedanken ausschalten konnte und mich voll und ganz darauf einlassen konnte, hat mein Sensei gute Arbeit geleistet. Ich freute mich, dass meine Tochter noch immer genau so begeistert von Karate war, wie ich und dass auch ihr das Training und unser Sensei neben Spaß auch Selbstbewusstsein und Vertrauen gab.

Wenn sich mir die Möglichkeit bot, schaute ich auch sehr gern zu. Ich verfolgte aufmerksam die Ansagen und Demonstrationen unseres Sensei, sah die Ausführungen der Karateka und lauschte gespannt den Korrekturen. Manchmal führte ich die Bewegungen auch in Gedanken aus und versuchte sie zu verinnerlichen. Selbst zu trainieren ist fantastisch, zuzusehen und zu begreifen zudem noch mega interessant. 

Ich sehe und lerne!

28 Dez

Verstehen, die größte Hürde

Die Übergabe der Urkunden, der neue nun schon orangene Gürtel, die Anerkennung vom Sensei und den Mittrainierenden, all das gab mir ein gutes Gefühl.

Es lief zwar noch immer nicht alles rund beim Training, aber es hieß ja auch Training. Ich habe begonnen, Rad zu fahren, um meine Ausdauer etwas zu verbessern und probierte immer wieder bestimmte Bewegungsabläufe. Ganz allein zu trainieren erschien mir jedoch immer etwas schwierig, da ich nicht genau wusste, ob das was ich tat auch wirklich richtig war. Also beschränkte ich mich auf Ausdauer, Dehnung und die Abläufe einer Kata bzw. einer mir vertrauten Bewegung.

Ich versuchte zu verstehen,

was mit Kime und Entspannung gemeint war und wie ich dies am besten umsetzen konnte. Wenn ich dann glaubte, etwas verstanden zu haben, war es aber noch immer eine Herausforderung, es anzuwenden. Bei höherem Tempo und in der Partnerübung funktionierte das dann oft nicht.

27 Dez

Hin und hergerissen

Schneller als gedacht kam der Tag, an dem es offiziell wurde. 

Meine Tochter und ich wurden schon zur Orangegurt- Prüfung, der Prüfung zum 7. Kyu zugelassen. Wir haben hart dafür trainiert und doch saß ich am Abend zuvor im Wohnzimmer und schaufelte sinnlos Toffifee in mich hinein.  

Vorbereitung, Lehrgang, Pause, wieder Erwärmung und mentale Vorbereitung und dann war es endlich oder auch schon soweit. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf, dass ich selbst bei der Prüfung nicht abschalten konnte. 

  • Grundschultechniken 
  • Kumite  
  • Kata Heian Nidan 

Ich kämpfte mich so gut es ging durch alle 3 Teile der Prüfung. Mit Sicherheit hatte ich mal wieder einen knallroten Kopf und spürte jeden kleinen Fehler.

Über die Gratulation von meinem Sensei habe ich mich sehr gefreut.

Ich selbst war jedoch nicht überzeugt von meiner Leistung. Andererseits wagte ich vor einem Jahr nicht einmal daran zu glauben, dass ich die Taikyohu Shodan, die Kata zum 9.Kyu, jemals erlernen würde. Es war für mich ein großartiger Erfolg und mein Ehrgeiz packte mich noch fester.