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10 Jan

Wünsch dir was

Das Training begann, wie es im letzten Jahr aufgehört hatte. Ich kämpfte mich durch die Einheiten und wann immer ich meine Gedanken ausschalten konnte und mich voll und ganz darauf einlassen konnte, hat mein Sensei gute Arbeit geleistet. Ich freute mich, dass meine Tochter noch immer genau so begeistert von Karate war, wie ich und dass auch ihr das Training und unser Sensei neben Spaß auch Selbstbewusstsein und Vertrauen gab.

Wenn sich mir die Möglichkeit bot, schaute ich auch sehr gern zu. Ich verfolgte aufmerksam die Ansagen und Demonstrationen unseres Sensei, sah die Ausführungen der Karateka und lauschte gespannt den Korrekturen. Manchmal führte ich die Bewegungen auch in Gedanken aus und versuchte sie zu verinnerlichen. Selbst zu trainieren ist fantastisch, zuzusehen und zu begreifen zudem noch mega interessant. 

Ich sehe und lerne!

19 Dez

Durchgehalten

Am Sonntag schaffte ich es ebenfalls, meine Tochter zum Training zu motivieren, obwohl uns der Muskelkater in den Knochen steckte. Auch diesmal machten wir beide die Partnerübungen gemeinsam, um uns möglichst wenig zu blamieren. Unserem Sensei ist dies leider auch aufgefallen. Er war nicht so begeistert.

“Macht ihr schon wieder zusammen?”

Er konnte vermutlich ahnen, wie es in uns aussah und hat uns zum Glück weiter machen lassen. Es war eine für mich überwältigende Erfahrung. Mit der Unterstützung seiner Worte haben wir uns so auch durch die letzte Einheit gekämpft. Hätte uns das jemand am Freitag gesagt, wir hätten es wahrscheinlich abgestritten und gesagt:

“Niemals überstehen wir weitere 3 Einheiten!”

Ich war so stolz auf meine Tochter und unserem Sensei sehr dankbar für diese Erfahrungen. Als wir unser 1. Foto mit Sensei Imura machen durften, erfüllte uns das schon mit etwas Stolz. Es war, als ob jemand in meinem Kopf einen Schalter umlegte und ich Karate plötzlich mit ganz anderen Augen sah. Es war nicht mehr einfach so ein gemeinsames Hobby von meiner Tochter und mir, es zeigte sich ein Weg, den ich gehen wollte, ein Weg, der mein Leben verändern sollte, für den ich bereit sein würde, alte Gewohnheiten zu ändern. Von diesem Moment an wollte ich mich auch im Alltag neu orientierten und Sport sollte in Zukunft mehr sein, als 2 Stunden Pflichtveranstaltung pro Woche.