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01 Feb

Bericht von Tokio (1)

Auch in diesem Jahr gab es von unserem Sensei wieder interessante Berichte von seiner Zeit in Tokio und wie immer lag sein Hauptaugenmerk auf den Schwerpunkten des Lehrgangs. Ich habe diesmal seine Berichte nur sehr wenig gekürzt, denn jede seiner Darlegungen ist so kompakt und lehrreich, dass ich nicht weiß, wie ich es hätte besser sagen können. 

Jeder Sensei, jede Einheit ist einzigartig in Ansicht und Ausführung. Etwas Besonderes sind für unseren Sensei die Einheiten von Imamura Sensei.

„… Zum einen, weil er aufgrund seiner Erkrankung nur sehr leise sprechen kann und dadurch eine besondere Atmosphäre der Ruhe und Stille im Dojo entsteht und zum anderen, weil Imamura Sensei ein hervorragender Techniker und Didakt ist.“

In zuerst langsam ausgeführte Bewegungen spürte man Körperspannung und ein fester Stand und konnte die korrekte Position des Ellbogens bei der Technikausführung, insbesondere beim Hikite, spüren. Als dann alles schnell und stark ausgeführt wurde merkte man schnell, dass der Körperschwerpunkt sich nach oben verlagerte, weil zu viel aus der Schulter gearbeitet wurde.

Imamura Sensei erläuterte, dass die Techniken von Anfang bis Ende korrekt ausgeführt werden müssen und dabei unbedingt der Schwerpunkt auf gleicher Höhe gehalten werden muss. Richtiges Hikite und ein gerader Rücken sind dabei unverzichtbar. … Spannung, Entspannung, wieder Spannung und Entspannung… 0-10-0-10-0… Erst wenn man dies in alle Richtungen (links, rechts, vor, zurück) beherrscht, sollte man sich an die Kanku Dai wagen, waren Imamura Senseis Worte. Unter diesen Gesichtspunkten war es dann auch ganz schön schwierig, die Kata halbwegs vernünftig durchzulaufen.

„Jede verunglückte Technik zog eine weitere schlechte nach sich; jedes Ende ist halt der Anfang der nächsten Technik. Es wurde wieder mehr als deutlich, wie wichtig eine gute Grundschule ist, um gutes Karate zu praktizieren. „

01 Jan

Enjoy your Karate!

Unser Sensei flog einmal pro Jahr nach Tokio zum Lehrgang im Honbu Dojo und dass er mit uns seine Eindrücke teilte, war eine interessante Erfahrung. Seine persönlichen Meinungen, Einschätzungen sowie selbstkritischen Anmerkungen gaben dem ganzen Bericht einen besonderen Schliff.

“Ich mag sein Training sehr…….Seine Demonstrationen dazu waren eine Augenweide. Ich habe selten solche starken Gyaku-Zuki mit solcher Kontrolle im Gesicht eines Trainingspartners gesehen…..Man mag darüber lächeln, ….. aber genau diese Dinge gehen sehr schnell verloren.”

Zu einer weiteren Trainingseinheit schrieb er: “Shina Sensei legte großen Wert darauf, dass man

seinen eigenen Weg finden

muss…..Ein jeder soll sich bei seiner Ausführung wohl fühlen…..”Der Oberkörper folgt der Beinarbeit und nicht umgekehrt.” war der wichtigste Satz des Trainings.” unter Anleitung von Shimizu Sensei. 

16 Dez

Veränderung

Mit jedem neuen Training kämpfte ich mich also zu meinem bisherigen Leistungsstand zurück und betrachtete es nach wie vor als ein

gemeinsames Hobby

von mir und meiner Tochter. Woche für Woche verging, wir trainierten und unser Leben lief in gewohnten Bahnen weiter. In November stand ein weiterer Lehrgang bevor. Zum 1. Mal trafen wir auf einen Sensei aus dem Honbu Dojo , dem Instructor der JKA, Sensei Imura Takenori 8. Dan. Meine Tochter und ich redeten viel darüber und natürlich hatten wir großen Respekt. Wir glaubten nach dem vorigen Lehrgang zu wissen, was auf uns zukommen würde. Demzufolge waren wir noch ziemlich entspannt, als wir die Halle betraten. Sehr schnell merkten wir, dass die Realität wieder einmal ganz anders war. Wir erlebten ein Training, welches uns alles abverlangte und uns über unsere Grenzen hinaus forderte.

Eine Erfahrung, die meine Einstellung zu Karate von Grund auf verändern sollte.