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25 Mrz

Neue Ziele stecken

Nun ist es offiziell, die Olympischen Spiele 2020 in Tokio wurden auch verschoben. Was bleibt, ist die Frage, ob alles resettet werden kann. Meine Reise in der Kirschblütenzeit kurz vor Olympia, diesmal nur eben nicht vor, sondern nach meinem 50. Geburtstag zu erleben und zu sehen, wie alles für die Olympischen Spiele vorbereitet wird. Die spannende Frage bleibt, wie sich die Japaner auf dieses Ereignis vorbereiten und ob es in einem Jahre vielleicht noch fantastischer sein wird. Zumindest wünsche ich es mir und hoffe natürlich, dass Covid-19 zwar vieles verändert, wir aber besonnener und gestärkter aus dieser Krise heraus gehen.  

Ich habe mich keine 4 Jahre auf diese Momente vorbereitet und ich möchte auch auf keinen Fall in der Haut der Sportler stecken. Wie viele wollten Olympia als Höhepunkt und Abschluss ihrer Karriere nutzen? Wie viele werden sich noch einmal aufrappeln und ein weiters Jahr trainieren? 

Ich werde weiter an mir arbeiten. So viel steht fest. Heute waren es wie immer Grundlagen und die Heian – Katas bis hin zur Tekki Shodan. Zum Glück half mir meine Tochter mal wieder die Namen den richtigen 1. Elementen zuzuordnen, aber dann lief alles gut. 

Für das nächste Training habe ich mir die nächste Kata vorgenommen. Vielleicht wird es auch die Jitte, denn deren Ablauf konnte ich ja schon mal und mit den Erfahrungen der letzten 1,5 Jahre bin ich hoffentlich auch in den Ausführungen der einzelnen Techniken besser geworden.

24 Mrz

Damals wie heute

Während meiner „ganz normalen Arbeit“ kamen mir plötzlich Gedanken an die ersten 20 Jahre meines Lebens.

Das Leben lief viel ruhiger als sonst. Es waren zwar noch immer mehr Autos als damals auf der Straße, als ich als Kind am Fenster saß und wer das nächste Auto richtig geraten hatte, hatte einen Punkt und wenn die Farbe auch noch stimmte sogar 2 Punkte, aber dennoch hatte ich das Gefühl, es war viel entspannter als noch vor 2 Wochen.

Früher lief das Fernsehprogramm erst ab 17 Uhr und in den Ferien ab 13 Uhr. Manchmal durften wir auch in der Schule Bildungsfernsehen schauen, da gab es dann Verkehrserziehung oder Experimente oder so. Irgendwie so wie heute, aber dennoch nicht zu vergleichen.

Um die Gartenarbeit habe ich mich natürlich gedrückt, nur wenn es was zum Ernten gab, was mir schmeckte, da hatte ich selbstverständlich Zeit.  Heute muss ich nichts mehr ernten, heute freue ich mich an der Natur und passe sie ein wenig meinen Vorstellungen an.

Die Schule war um 13.10 Uhr zu Ende und dann ging ich zu Arbeitsgemeinschaften und Sport. Erst zum Abendessen war ich zu Hause. Bis letzte Woche hatte ich immer das Gefühl, es ist ein Gehetze und Stress rund um die Schule meiner Tochter heutzutage. Ich würde keines Falls tauschen wollen.

Es gab auch nicht immer alles im Überfluss zu kaufen, dennoch vermisste ich nichts. Später durfte ich nur nicht für Samstag die Milch vergessen zu bestellen, sonst war sie eventuell ausverkauft. Sie war nicht so lange haltbar und mein Sohn wollte doch auch sonntags seine Milch.

Sicherlich weiß ich heute, dass es damals auch Probleme gab und ja klar ist heute vieles davon vergessen. Dennoch denke ich, es ist immer eine Frage der Einstellung und damals wie heute sehe ich die positiven Dinge, weiß, wie wichtig es ist, morgens aufzuwachen, den Kaffee zu riechen und mir zu sagen, dass ich hoffentlich gesund bin. Damals wie heute habe ich nicht alles perfekt zu Hause, Dinge die nicht erledigt sind, werden auch in den nächsten Wochen nicht erledigt werden und reisen konnte ich damals und heute nicht, aber ich kann improvisieren und komme mit den Dingen zurecht, die ich habe und das ist doch das schönste Geschenk, was ich haben kann. 

23 Mrz

Training tut gut

Nachdem ich nun heute trotz Kälte bei strahlendem Sonnenschein begonnen hatte zu trainieren, freute ich mich sehr, als meine Tochter auch den Wunsch nach Training verspürte.

Also bauten wir gemeinsam den ganzen Parkour auf.

Jeder machte die Übungen, die ihm gerade einfielen.

Ich legte Wert auf die Arbeit mit der Hüfte: Kizami Zuki – Gyaku Zuki und meine Fußtritte sind immer recht niedrig, also arbeitete ich auch daran.

Gemeinsam wollten wir dann die Tekki Shodan laufen und promt haperte es bei mir mal wieder am Ablauf. Zum Glück kann meine Tochter mir da weiterhelfen und wir probierten uns daran, uns gegenseitig anzuschauen und beide nach links zu beginnen. Um eine gewisse Gleichmäßigkeit zu bekommen, zählte einer von uns beiden. Wir werden es in den kommenden Tagen noch üben müssen, aber wir hatten beide Spaß.

Am Nachmittag war der Wind dann so eisig, dass wir nicht noch einmal trainierten, aber in Zukunft werden wir es wieder regelmäßig tun und hoffen, dass sich ohne unseren Sensei nicht zu viele Fehler einschleichen.

22 Mrz

Neue Routinen finden

Ein fast arbeitsfreies Wochenende bei strahlendem Sonnenschein, was will man mehr?

Und wenn man genau hinschaut?

Es weht ein kalter Wind und die Veränderungen bedeuten auch Veränderungen im täglichen Zusammensein. Nichts ist mehr, wie es noch vor einigen Tagen war und wir müssen neue Rutinen finden.

Mein Spaziergang am zeitigen Morgen, wenn noch fast alles schläft und die immer wieder kleinen Rundgänge durch den Garten habe ich schon immer sehr genossen und weiß, diese jetzt noch mehr zu schätzen.

Ich habe fantastische Möglichkeiten, im Garten oder auf der Terrasse zu trainieren, jedoch war der kalte Wind heute eine willkommene Ausrede.

Mal wieder habe ich mich auf das Anschauen der Bassai Dai und das Lesen von Blogs beschränkt. Noch immer tue ich mich schwer. Ich habe noch nicht einmal meine Unterlagen zur Hand genommen, die ich mir für meinen 9 stündigen Flug vorbereitet hatte und noch immer hadere ich ein wenig mit dieser Situation.

21 Mrz

Völlig neue Situation

Durch den Ausfall meiner Reise und durch die aus Covid-19 resultierende Situation, war ich heute gezwungen, viele Dinge um – bzw. neu zu organisieren. 

Die Umstellungen auf Home – Office und die Schließung vieler Unternehmen erfordern schon einiges an Kreativität, um in den nächsten Wochen nicht komplett zum Stillstand zu kommen.

Auch ich möchte mich bei all dem unverzichtbaren Personal in den medizinischen Bereichen, im Handel und der Gastronomie bedanken, die Tag ein Tag aus mit vielen Problem kämpfen. Ich gebe auch gern ein nettes Wort weiter. Umso enttäuschter war ich heute, als ich so dermaßen daraufhin persönlich mit Worten angegriffen wurde, obwohl auch ich „nur“ damit beschäftigt war, meine nächsten Wochen zu organisieren.  

Wer meinen Blog hin und wieder liest, weiß, dass ich 4 Wochen Urlaub machen wollte. Für jeden Angestellten wahrscheinlich ein Traum. Was dort nicht steht ist, dass ich in den letzten Jahren fast keinen Urlaub hatte und ich gern im Gastgewerbe ohne regelmäßige Arbeitszeiten arbeite. Jetzt kommen keine Gäste und ich werde an anderer Stelle helfen, um nach Beendigung dieser Situation noch bessere Angebote für unsere Gäste zu haben. Schließlich wollen und müssen wir dann so schnell wie möglich wieder für unsere Gäste da sein, um die wirtschaftlichen Einbußen zu relativieren.

All das lies mich heute mal einige Zeit weder an Tokio noch an Karate denken. In den kommenden Tagen werde ich jedoch trotz dieser Situation versuchen, wieder mit dem Training zu beginnen. Meine Tochter und ich werden bestimmt viel Spaß haben.

20 Mrz

Dranbleiben

In diesen Minuten sollte mein Flug in Tegel starten. So viele Wünsche und Träume hatte ich seit knapp einem Jahr in diesen Moment hineininterpretiert. So viele Dinge wollte ich erleben, freute mich auf Unmengen Fisch zu essen, dadurch eventuell auch ein bisschen abzunehmen und wollte spazieren gehen, die Augenblicke genießen. Ich wollte Land und Leute kennen lernen und natürlich das Dojo und das Training. 

Ich hatte mich auf ein fantastisches Abendteuer gefreut und jetzt…?

„Jetzt heißt es wieder mindestens 1 Jahr warten…“

Auch dieser Blog war auf diese Reise ausgelegt.

Ich habe in den letzten Tagen nicht trainiert, aber ich habe mir überlegt, dass es keine bessere Motivation zum Trainieren als diesen Blog gibt.

Meine Tochter wird dabei sein, wir werden uns gegenseitig unterstützen und wir werden uns immer wieder in den Medien Anregungen zum Training suchen und ich werde hier berichten.

Ich freue mich auf eine wunderbare, lange und entschleunigte Zeit mit meiner Tochter und mit euch.

Nachtrag: Als ich das geschrieben habe, war ich so voller Zuversicht, dennoch erscheint all das hier so unrealistisch, wie ein schlechter Traum und ich weiß im nächsten Augenblick nicht, ob ich wirklich die Kraft habe, am Ball zu bleiben.

Mein Flieger würde demnächst in Tokio landen….

19 Mrz

Wunderbare Geste

In dieser Zeit, in der man nicht um bedrohlich klingende Nachrichten drum herum kommt, in dieser Zeit, da alltägliche Alltagsprobleme plötzlich so unwesentlich erscheinen und wir alle zum Nachdenken angeregt werden und das Internet eine noch größere Rolle in meinem Leben eingenommen hat, da zeigt es sich, dass trotz allem oder auch gerade deshalb, kleine unscheinbare Glücksmomente mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern können.

Als ich mal wieder all die wunderbaren Dinge über Japan las, kam mir ganz spontan ein schöner Gedanke.

Ich schrieb einfach folgenden Text in die Gruppe „Japan Tipps für deine Reise„:

„Hallo zusammen,

da ich meine für morgen geplante Reise leider nicht antreten werde, wäre es schön, wenn hin und wieder jemand seine Erlebnisse und Bilder teilen würde. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Vielen Dank und alles, alles Gute“

Ich konnte gar nicht glauben, was dann passierte. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich 58 Kommentare mit fantastischen Bildern aus Japan und es war eine ganz wunderbare Erfahrung.

Inzwischen sind es bereits 71 und es ist einfach wunderbar.

Vielen, vielen Dank

18 Mrz

Endgültig

Lange habe ich es vor mir her geschoben, bis ich endlch meinem Reisebüro eine Email geschrieben habe. Ich habe mich entschlossen, diese Reise zu stornieren und nicht umzubuchen.

"Wir werden uns in diesem Zusammenhang bei unserem Tickethändler für
eine kostenfreie Stornierung einsetzen."

Mit dieser Antwort gab ich mir einen Ruck und stornierte am späten Nachmittag mein Hotel.

17 Mrz

Gedankenkarussell

Anstatt zu überlegen, ob ich mir es wirklich gut überlegt habe, allein für 4 Wochen nach Tokio zu fliegen oder was ich zum letzten Training an Essen für alle mitnehme, habe ich mich entschlossen, einfach ein kleines bisschen im Garten zu arbeiten. Ich kann nicht abstreiten, dass ich noch immer ein bisschen in dieser Endlosschleife festhänge und ich hin und her gerissen bin. Noch immer warte ich auf die Stornierung meines Fluges und noch immer schiebe ich die Stornierung meines Hotels vor mir her, obwohl ich genau weiß, dass ich nicht fliegen werde. Selbst meine letzte Impfung wurde heute von der Praxis verschoben. Das Summen meines Handys, dass mich normalerweise daran erinnert, mich für mein Training fertig zu machen, machte mir wieder einmal mehr bewusst, wie es in nächster Zeit sein wird.  

Das Lesen der Beiträge von Karate und natürlich über Tokio, ja selbst mein/dieser Blog helfen mir, wieder zu meinen alltäglichen Arbeiten zurück zu kehren, soweit es in dieser Zeit überhaupt möglich ist. 

Meine Tochter hatte heute ihren vorläufig letzten Schultag und meine Arbeit wird es so wie bisher vorläufig auch nicht mehr geben. In den letzten Jahren hat sich so vieles verändert und es ist so vieles liegen geblieben, dass ich die nächsten Wochen bestimmt nicht an Langeweile leide. Dennoch werde ich mir überlegen, wie ich mich auch weiterhin selbst motivieren kann und Karate weiter ein Teil von mir bleiben wird. 

16 Mrz

Ist es wirklich wahr?

4 Tage vor meinem eigentlich geplanten Abflug nach Tokio, lese ich alle möglichen Berichte. Ich kann verstehen, dass jeder seine eigene Meinung hat. Es gibt Leute, die Fliegen noch immer, andere sind traurig, dass sie aus Tokio zurückmüssen, jetzt, da die Kirschblüte beginnt und auf der Seite des Auswertigen Amtes steht nur, man solle überdenken, ob man diese Reise nicht verschieben könne. 

All das sind keine Informationen, die mich zur Ruhe kommen lassen.

Natürlich habe ich die Aussage von meinem Sensei und ich weiß, auch er wäre sehr gern geflogen und ja klar ist es vernünftiger, nicht zu fliegen. Nur der Gedanke, dass Dojos geschlossen sind und das Camp abgesagt wurde, helfen mir ein kleines bisschen. Dennoch wäre es mir lieber, es gäbe ein Reiseverbot und mir würde diese für mich schwere Entscheidung abgenommen.

Die Ankündigung der Schließung meines Dojos kam nicht wirklich überraschend, dennoch wird mir immer mehr klar, dass die nächsten Wochen so gar nicht ablaufen werden, wie ich es mir vorgestellt hatte und worauf ich mich gefreut hatte.

Langsam muss ich mal wieder aufpassen, dass der Kühlschrank nicht zu oft im Weg steht.

15 Mrz

Tokio? Ja klar, aber nicht in diesem Frühling!

Ich erzählte es meiner Tochter und auch sie brach in Tränen aus. So lange haben wir uns darauf vorbereitet, haben alles organisiert und immer wieder darüber gesprochen. 

Sie freute sich, als feststand, dass ich diese Reise machen könne. Auch sie wollte in dieser Zeit über sich hinauswachsen und wir wollten in dieser Zeit so vieles lernen. 

Wir haben über so viele mögliche Ursachen gesprochen, die alle hätten passieren können, aber dass uns ein Virus an dieser Reise hindern würde, damit haben wir nicht gerechnet. 

Da nun Sonntag ist, habe ich vom Reisebüro noch keine Rückmeldung, dennoch versuche ich mich irgendwie mit diesem Gedanken anzufreunden. Ich lese seit einiger Zeit mehrere Blogs im Internet und die Meinungen gehen doch sehr weit auseinander. Einige berichten davon, wie sie in den letzten Tagen ohne jegliche Kontrollen gelandet sind und wie entspannt das Leben zurzeit in Japan ist, da so viele Touristen ausbleiben. Andere wiederum berichten ebenfalls von Hamsterkäufen und wenig Möglichkeiten auf einen Test, solange sie nicht akut krank sind und es werden japanische Bürger zurückgerufen, die im Ausland unterwegs sind. 

Ich habe heute jemanden aus den USA zum Flughafen gefahren. er darf noch wie geplant nach Hause, rechnet aber auch mit einer 14 tägigen Quarantäne, die er hoffentlich bezahlt bekommt, sonst würde seine Woche Deutschland eine recht teurere Angelegenheit. 

14 Mrz

Klare Worte

Noch einen Tag zuvor schien es so, als würde sich die Welt weiterdrehen und plötzlich hagelte es eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Grenzen wurden geschlossen, Veranstaltungen abgesagt und egal, welche Medien man einschaltete, es schien nur noch dieses eine Thema zu geben:

Das Corona – Virus

Dabei wurde das Olympische Feuer für Tokio 134 Tage vor der Eröffnung der Sommerspiele 2020 in Tokio im Heiligen Hain des antiken Olympia ohne Zuschauer entzündet.

Es dauerte nicht so lange, da kam dann auch die Mail von meinem Sensei.

"Ich habe mit Imura Sensei gesprochen und er rät davon ab, nach Japan
zu kommen. Wir werden also nicht fliegen."

Ich hatte ihn um mögliche Infos gebeten. Natürlich war es nicht das, was ich hören wollte und ich versuchte gar nicht erst gegen meine Tränen anzukämpfen.

13 Mrz

Absage

Nach dem ewigen hin und her, zwischen Hoffnung und Niedergeschlagenheit ist es jetzt Gewissheit.

Das JKA Spring Joint Training Camp 2020 wird abgesagt.

Wie sagt man so schön:

Ich war schon in den letzten Tagen mit angezogener Handbremse unterwegs. Diese Ungewissheit, ob ich tatsächlich nächste Woche nach Tokio fliegen würde, was passiert, wenn…. und die ständigen Berichte über die Auswirkungen des Corona – Virus, die lassen mich einfach nicht zur Ruhe kommen. Es fällt mir sogar schwer, mich selbst zu motivieren, schließlich wollte ich wenigstens ein kleines bisschen den Ablauf der Bassai Dai lernen.

Was wenn knapp 1 Jahr Vorbereitungen so mir nichts, dir nichts zu Nichte gemacht werden? Klar gibt es ein nächstes Jahr. Aber so wie in diesem Jahr wird es nicht wieder sein.

Obwohl der Gedanke natürlich immer wieder in meinem Kopf rumgeisterte, hat mich die Tatsache, dass es nun wirklich so ist, doch ziemlich kalt erwischt.

Mal sehen, wie es weiter geht.“

12 Mrz

Heimfahrt (2)

Nachdem sie etwas geschlafen hatte und wir gemeinsam in meiner Lieblingsgaststätte Essen waren, fuhren wir durch die dunklen Landstraßen erst auf polnischer und dann auf deutscher Seite. Zum Glück war nicht allzu viel Verkehr und wir konnten über alles Mögliche reden.  

Irgendwann kam mir dann auch der Gedanke in den Sinn, dass mich nun nur noch 1 Wochenende von meiner Reise nach Tokio trennte. Meine Tochter erinnerte sich noch sehr genau daran, als ich ihr zum 1. Mal von diesem Wunsch erzählte und wieviel Zeit noch bleiben würde. Jetzt sind es keine 2 Wochen mehr und ich erzählte ihr, dass auch ich etwas Angst habe, allein, diese Reise zu machen. Aber es ist auch mein größter Wunsch und meine Sehnsucht, dieses zu erleben. 

Über ihre Frage:

„Was glaubst du, wie würde unser Leben heute sein, wenn ich damals nicht mit Karate angefangen hätte?“

haben wir auch sehr viel geredet und wir sind beide der Meinung, dass es eine gute Entscheidung war.

11 Mrz

Heimfahrt

Eigentlich wollten wir das Thema Wettkampf vermeiden, aber irgendwie fing einer von uns beiden immer wieder davon an. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Wir entschlossen uns also, nach vorn zu schauen und zu überlegen, was beim nächsten Mal anders sein sollte.

Dass ich sie in Ruhe lasse und auch nicht gleich zu ihr hingekommen bin, da waren wir uns einig, das möchte sie so.

Zum nächsten Wettkampf will sie sich nicht wieder auf eine Kata festlegen, sondern sich „nur“ darauf festlegen, welche Kata sie zuerst laufen würde und welche sie dann in einer möglichen 2. Runde laufen würde, sollte sie nicht noch einmal die selbe Kata laufen dürfen.

Die Kata im Ausschlussverfahren auf Zuruf war meistens nicht das Problem. Natürlich spielt die Aufregung immer eine Rolle, aber deshalb fährt sie gern zu Wettkämpfen, um sich dieser Herausforderung zu stellen. Jetzt weiß sie auch, wie es im Ausland abläuft und weiß, dass man immer einen Weg findet und den Start nicht verpasst. Die Unsicherheit, die bei unserer Gruppe im Dojo herrschte, hat sie leider angesteckt. Aber ich glaube, das wird ihr so schnell nicht wieder passieren.

10 Mrz

Offene Polnische JKA Meisterschaft (3)

Es tut immer weh, wenn ich sehe und weiß, dass meine Tochter unglücklich ist. Sie hat immer wieder betont, dass es gut gemeint war und dass sie sich verlaufen hat und niemand anders Schuld daran habe.

Da in der Ausschreibung stand, dass bereits niedrig graduierte im Kumite im Freikampf antreten würden, hatte unser Sensei unsere Kinder eh nur für Kata gemeldet und somit war der Wettkampf für meine Tochter vorbei.

Die Jungs standen immer noch und warteten auf ihren Start.

Ich machte meiner Tochter den Vorschlag, dass wir auch gleich fahren können. Normalerweise ist es nicht meine Art, aber ich hatte das Bedürfnis zu gehen.

Mit ihrem Einverständnis sagte ich Bescheid. Hätte sie gewollt, dass wir gemeinsam eventuell mit den Anderen noch hätten Essen gehen wollen, hätte ich natürlich gewartet. Aber auch sie wollte erst einmal in Ruhe über alles nachdenken. Wir wussten auch, dass die anderen wesentlich schneller fahren würden und so machten wir uns auf den Heimweg.

09 Mrz

Offene Polnische JKA Meisterschaft (2)

Während der Mittagspause kam durch Zufall noch einmal das Thema zum Ablauf und welche Kata auf. Ein Karateka mit Braungurt hatte gefragt. Natürlich haben wir zugehört und ja klar klang es logisch, aber in diesem Moment dachte ich mit keiner Silbe daran, bei meiner Tochter noch etwas zu ändern. Für sie stand von vorn herein fest, sie möchte die Heian Yondan laufen. 

Ich weiß, dass ich sie am Wettkampftag nicht mehr daraufhin anspreche, weil ich genau weiß, wie sehr es mich nerven würde. Wir haben eine Vereinbarung. Wann immer sie etwas von mir wissen will, bin ich für sie da. Aber sie kommt auf mich zu und nicht umgekehrt. 

Als sie dann endlich aufgerufen wurde und sie als nächstes an der Reihe war, kam eine Karateka, die uns auch trainiert und sagte, sie solle die Heian Sandan laufen. 

Es kam, wie es kommen musste. Sie startete, startete nochmal und verlief sich nochmals. Sie startete insgesamt 3 Mal und lief zum Schluss eine gute Heian Sandan bis zu Ende durch und wartete ihre Punktebewertung ab. Natürlich war es niederschmetternd. Die Betreuerin nahm sie in den Arm und sie brach in Tränen aus. Ich stand etwas Abseits und als sie zu mir kam, kam auch einer der von uns mitgereisten Kampfrichter und lobte sie, dass sie bis zum Schluss durgelaufen ist.  

Zu allem Überfluss fand in ihrer Gruppe nicht mal ein zweiter Durchgang statt, somit war der Wettkampf für ihre Gruppe beendet. 

08 Mrz

Offene Polnische JKA Meisterschaft

Zur vereinbarten Zeit trafen wir uns am Dojo. Unser Sensei, weitere Karateka, die als Kampfrichter dabei sein wollten und die Jungs kamen direkt von zu Hause. 

Wir waren in Polen und durch meine Lehrgänge ahnte ich schon, dass es alles ein wenig anders ablaufen würde. Ich hatte keinerlei Bedenken, was den Start betrifft. Irgendwie würden wir schon erfahren, wann meine Tochter wo starten muss. 

Zu meiner Freude startete die Altersklasse 40+ als aller erstes. Leider waren ausschließlich Männer am Start. In der Kata war es ein Kampf zwischen Braun- und Schwarzgurten. Teilweise kannte ich die Kata gar nicht, die dort gelaufen wurde. Im Kumite startete dann sogar ein Gelbgurt gegen Braun, bzw. Schwarz und er hat seinen 1. Kampf sogar gewonnen. Im 2. Kampf hat er unglaublich gekämpft und wenn ich es richtig verstanden habe, hat das 3-malige Verlassen der Matte ihm dann vor Ablauf der Zeit die Chance auf den Gewinn des Kampfes gekostet. 

Es ging ausschließlich nach Alter. Zwischen Gurtfarben wurde nicht unterschieden. Der Gelbgurt hat somit schon im Kumite im Freikampf antreten müssen. 

07 Mrz

Wettkampfstag

Nach wieder einmal einer etwas turbulenten Anreise am gestrigen Tag verbrachten meine Tochter und ich noch einen gemütlichen Abend in der Altstadt.

Ich bin gespannt auf ihren 1. Wettkampf bei den offenen polnischen JKA Meisterschaften. Bisher startete sie nur auf deutschen Wettkämpfen. Ich habe weder eine Vorstellung davon, wie viele Starter antreten werden, noch kann ich deren Leistungsstand einschätzen. Unser Sensei meinte nur, dass Kata erst einmal ausreichend wäre. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Moment, als unser Sensei sie nach der Teilnahme fragte und wie glücklich sie war, dass es noch vor meiner Reise nach Tokio stattfindet.  

Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf einen interessanten Wettkampftag.

06 Mrz

Vorbereitungen

2 Wochen vor meiner geplanten Reise hatte ich mir doch meine Reisevorbereitungen etwas anders vorgestellt. Ich habe schon längst gemerkt, dass 3 Monate einen ziemlich straffen Impfplan erfordern und ich hätte ehr damit anfangen sollen. Jetzt habe ich schon bedenken gehabt, dass ich den Impfstoff auf Grund dr derzeitigen Situation nicht mehr bekomme und nun muss ich hoffen, dass mein Hausarzt nicht bis dahin seine Praxis schließt. Arzttermine zu ergattern ist teilweise schon unmöglich, wenn man, so wie ich, nicht regelmäßig in Behandlung ist. 

Als heute Morgen die Sonne aufging und sich in meinem Umfeld einiges zum Guten entwickelt hatte, war ich voller Vorfreude auf meine Reise. Ich nutzte meine Zeit und kaufte all die Kleinigkeiten ein, die ich glaube, mitnehmen zu müssen.  

Leider holte mich mit den 20 Uhr Nachrichten die Realität wieder einmal ein. Keine Ahnung, ob ich überhaupt meine Reise antreten kann.

Jetzt schiebe ich all die düsteren Gedanken bei Seite und freue mich auf das Wettkampfwochenende meiner Tochter.

05 Mrz

Training

Das gestrige Training war geprägt von Grundtechniken. Wieder und wieder sind es die Details. Bei langsamem Tempo kontrolliere ich die Position des Armes, mein Stand und natürlich auch die Schritte nach vorn, bzw. nach hinten. Bei höherem Tempo merke ich immer wieder, dass ich die Techniken nicht korrekt ausführe. Wenn ich dann nachdenke, dann verhasple ich mich wieder und so kommt eins zum anderen.  

Ich fand nicht die Konzentration und kämpfte mich so durch die 1. Einheit.

Erst in der Partnerübung der 2. Einheit konnte ich kurz abschalten als ich etwas gefordert wurde. Natürlich merkte ich auch hier meine Fehler. Die Arbeit der Hüfte und die wieder „rein“ Bewegung fehlte wahrscheinlich komplett. Eine weitere Aufgabe, die ich nochmal ausprobieren werde.

Neben dem Training ging es natürlich auch um den Wettkampf am kommenden Wochenende, meine Reise nach Tokio und auch um das derzeitige Dauerthema Corona.

04 Mrz

Dankeschön

Sehr gern bedanke ich mich für ein ausgezeichnetes Training. Neue Anregungen aber auch altbewährte Methoden haben dieses Wochenende dominiert.

Jetzt heißt es mal wieder:

Gelerntes im Training umsetzen und mich Schritt für Schritt weiter zu entwickeln.

Von meinem Sensei bekam ich meinen Ausweis, den ich für Tokio benötige. Ich hoffe doch sehr, dass ich meine Reise in nicht mal 3 Wochen antreten kann, obwohl mich ein mulmiges Gefühl weiterhin begleitet.

03 Mrz

Winter Camp (3)

Die 2. Einheit wurde ebenso wie die 1. Einheit dominiert von Techniken, Anwendungen in Partnerübungen und der Vorbereitung der Kata Heian Sandan.

Ich schaute im Anschluss bei den Braun- und Schwarzgurten zu. Dort lag der Schwerpunkt bei den Partnerübungen in der Verschiebung der Körperachse. Je nach dem sollte der gesamte Körper zum bzw. weg vom Körper des Gegners gebracht werden. Durch unterschiedliche Stände – Kiba Dachi, Kokutsu Dachi, Zenkutsu Dachi – wurde dies trainiert. Distanz und Distanzkontrolle sollte durch rein und rausgleiten erfolgen. Das Treffen mit der Faust wurde dabei vernachlässigt. 

Zu meiner Freude wurde im Anschluss die Kata Bassai Dai in ihre einzelnen Abschnitte unterteilt und Stück für Stück trainiert . Leider konnte ich dem Ablauf noch nicht so gut folgen, aber es war sehr interessant, was über die einzelnen Techniken gesagt, bzw. gezeigt wurde.

Es wird noch ein weiter Weg für mich, den Ablauf dieser Kata zu erlernen.

02 Mrz

Winter Camp (2)

Eine weitere für mich neue Erfahrung bot sich mir, als wir den Gegner vor dem Angriff an den Fingerspitzen kurz antippen sollten und erst dann mit dem Angriff starteten. Wichtig hierbei war die Reaktionsgeschwindigkeit, sowie die ordentliche Ausführung der Hikite – Bewegung. Den Hinweis, dies mit geschlossenen Augen zu trainieren und sich dadurch auf die anderen Sinnesorgane zu verlassen, war in diesem Rahmen leider nicht möglich, würde aber bestimmt eine sehr aufschlussreiche Methode des Kennenlernens des eigenen Körpers darstellen.   

Auch trotz geöffneter Augen war es eine gute Gelegenheit 2 aufeinanderfolgende Blocktechniken mit demselben Arm auszuführen. 

Die Kata Heian Nidan wurde im Anschluss zunächst nur mit den Armen in Teilabschnitten trainiert. Dann folgten Wiederholungen der Teilabschnitte bis hin zur gesamten Kata.

Als dann alle Karateka gemeinsam die Kata Heian Nidan liefen, die Ki-Ais durch die Halle hallten, war es ein gelungener Abschluss der 1. Einheit. 

01 Mrz

Winter Camp (1)

Mit gemischten Gefühlen fuhr ich also zum diesjährigen Winter Camp. Ich kann nicht sagen, ob unter anderen Umständen noch mehr Karateka da gewesen wären, denn das Dojo war wie immer gut gefüllt.  

Ich einer fantastischen Atmosphäre begann das Training der Grundtechniken. Techniken, die wir normalerweise in 3 Zählzeiten ausführten, wurden jetzt in 5 Zählzeiten verlangt. Es stellte sich heraus, dass ich damit zu Beginn erstmal an meine Grenzen kam, denn unsaubere Hüftarbeit führte sofort dazu, dass die Technik nicht sauber bis zu Ende ausgeführt werden konnte.  

Auch den Angriff im Kumite mit einer Berührung des Gegners zu beginnen, war eine neue Erfahrung für mich. Wenn man dies noch mit geschlossenen Augen trainiert und sich dabei auf alle anderen Sinne einlässt, dann glaube ich, ist es eine großartige Erfahrung, deren Faszination im Erlernen dieser Methode münden könnte. 

29 Feb

Lehrgangstag

Heute, 19 Tage vor meinem geplanten Start meiner Reise nach Tokio, habe ich die wichtigsten Episoden meines Weges im Karate hier veröffentlicht. Ich habe mich so darauf gefreut, endlich in der Gegenwart zu schreiben und es gibt keinen schöneren Start als dies mit dem heutigen Lehrgang zu beginnen.

Leider sind meine Gedanken überschattet vom Corona – Virus. Keiner weiß genau, was in den nächsten Tagen hier in Deutschland passiert. Ich habe nur gelesen, dass das Hauptquartier in Tokio in der kommenden Woche geschlossen bleibt.

Mit vielen Fragen und mit gemischten Gefühlen werde ich mich jetzt auf den Weg ins Dojo machen.

28 Feb

Wieder zu Hause

Nach den Erfahrungen, die ich in London sammeln durfte, stürzte ich mich noch mehr in die Vorbereitungen für meine Reise nach Tokio. Ich erkundigte mich bei meinem Sensei welches die nächste Kata ist, wiederholte wieder und wieder die Schrittfolgen, die im Kumite im Training verlangt wurden und suchte Wege, um Füße und Arme in Einklang zu bringen. 

Unser Sensei legte sehr großen Wert auf Distanz und den Wechsel zwischen Zenkutsu-Dachi und Kiba-Dachi.

Im Kata – Teil hinterfragte ich die Bewegung der Hüfte während der Ausholbewegungen der Techniken und war fest entschlossen, mir die Bassai Dai anzusehen. Ich durchforstete das Internet für Material, um möglichst ein wenig den Ablauf zu lernen.

27 Feb

Abschluss mit Ohta Yoshinobu Sensei

Im anschließenden Kata – Teil war ich sehr froh, dass ich mich mit Blick auf Tokio schon etwas weiter vorbereitet hatte, als es der 6. Kyu erfordert. Sensei Otha forderte die Heian Nidan, Heian Sandan, Heian Yondan und die Tekki Shodan. Ab Braun verlangte er außerdem noch die Bassai Dai.

Noch einmal wurde mir alles abverlangt, noch einmal kämpfte ich mich durch die Techniken und versuchte all das umzusetzen, was ich bisher gehört hatte. Bis auf die Korrektur meines Oberkörpers schien Sensei Otha ganz zufrieden mit mir gewesen zu sein. Ich hatte ein gutes Gefühl.

Nach dem Abschluss des Trainings bedankte ich mich noch einmal bei Sensei Otha. Auf die Frage nach dem Training morgen musste ich leider verneinen, da mein Flug bereits am Mittag ging.

Es war eine wunderbare Erfahrung.

Vielen Dank Sensei Ohta Yoshinobu, Sensei Sue Waughman und Sensei Jason Ramsay

26 Feb

3. Training London

Nachdem ich so nett in diesem Dojo aufgenommen wurde und Sensei Otha mich quasi für das Training am Freitag aufgefordert hatte, fuhr ich sehr gern noch einmal dort hin. Ich wusste, nach diesem Training würde ich in dieser Woche kein weiteres Dojo besuchen. Jedoch habe ich diesen Gedanken nicht endgültig verworfen. Vielleicht ergibt sich ein weiterer Urlaub in London, dann werde ich den Besuch eines weiteren Dojos noch einmal in Angriff nehmen. 

Inzwischen redete ich auch mit anderen Karateka soweit es meine Englisch – Kenntnisse her gaben, erzählte von meinem Dojo und dass ich am folgenden Tag nach Hause fliegen würde.

Den ersten Teil des Trainings bildeten wiederum Grundtechniken und Anwendungen diesmal zur Heian Sandan. Während der Ausführungen der einzelnen Techniken hinkte ich oft etwas hinterher, da ich nicht immer gleich verstand, was Sensei Otha verlangte. Während des Kumite war meine heutige Trainingspartnerin etwas unsicher. Da mir die Übungen vertraut waren, konnte ich ihr gut helfen und wir meisterten gemeinsam die Übungen.

25 Feb

2. Training in London

Mit einem Tag Pause wollte ich die Gelegenheit nutzen, ein weiteres Training in London zu erleben. Bereits am Montag hatte ich auf Sensei Otha gehofft und habe fantastisches Training bei Seinsei Sue Waughman bzw. bei Sensei Jason Ramsay erlebt. So entschloss ich mich, ein weiteres Mal in dieses Dojo zu fahren. Ich kannte den Weg und hatte noch genügend Zeit, mir eine alternative Strecke für meine Heimfahrt zu suchen. Im Dojo traf ich auch gleich auf bekannte Gesichter und ich erlebte einen freundlichen Empfang.

Diesmal wusste ich auch über die Aufstellung in 5 Linien Bescheid und suchte mir meinen Platz. Ein kleines Lächeln huschte über mein Gesicht als ich Ohta Yoshinobu Sensei in das Dojo eintreten sah. 

Dieses Training war mir sehr vertraut

  • Angrüßen
  • Erwärmung
  • Grundübungen
  • Partnerübungen
  • Kata – Heian Nidan
  • Abgrüßen mit Dojo Kun

Wieder dominierte ein hohes Tempo das Training. Zeit zum „Luft holen“ gab es nur sehr wenig. Zum Glück kannte ich die Abläufe und konnte den Anweisungen dadurch recht gut folgen. Meine höher graduierte Partnerin sagte:

„It’s great to train with you, you have a good stance.“

Das machte mich schon ein wenig stolz.

Im Anschluss an das Training ging ich noch zu Sensei Otha und bedankte mich für das Training. Als ich ihm den Namen meines Senseis sagte, wusste er sofort Bescheid und sagte:

„See you on Friday, I’m here!“