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13 Dez

Augen zu und durch

An einem Wochenende vor den Sommerferien war es üblich, dass gemeinsam mit Teilnehmern aus anderen Verbänden trainiert wurde. Ich hatte keine Vorstellung von dem, was auf mich zu kam. Überwältigt von den vielen Leuten, die dieser Einladung folgten habe ich versucht, irgendwie zu verstehen, was von uns verlangt wurde und wusste bald gar nichts mehr. Wir haben unser Bestes gegeben und diese Trainingseinheiten so gut es ging mit gemacht. Und dann war so weit:

Mein erster Prüfungstermin stand fest!

Ich war völlig durch den Wind. An Einzelheiten kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern, da ich viel zu aufgeregt war, um irgendetwas zu realisieren. So bestand ich meine 1. Prüfung im Karate zum 9. Kyu. 

12 Dez

Ich mach mit!

Zum nächsten Training nahm ich also eine weiße Hose und ein weißes T-Shirt mit, war unsicher und total aufgeregt. Zum Glück traf ich vor der Halle einen der mittrainierenden Erwachsenen und fragte ihn, wie es denn wäre mit den Kindern zu trainieren und vor allem mit den Blicken der wartenden Erwachsenen, die auf der Bank in deren Rücken saßen. Er meinte:

“Es ist gut und es macht Spaß”.

Also ging ich total aufgeregt und mit hoch rotem Kopf zum Trainer und fragte ganz zaghaft, ob ich denn auch mitmachen dürfte. Er meinte:

“Dann bring das nächste Mal Sportzeug mit und mach mit!”

Als ich dann sagte, dass ich schon Sachen dabeihätte, fragte er mich, worauf ich noch warten würde. Ich zog mich um und stand mit an der orangenen Linie zur Begrüßung. Bei der Erwärmung bekam ich dann immer wieder gesagt, dass ich sowas wie Krebsgang und Vierfüßlergang und durch die Beine kriechen nicht mitmachen müsse, schließlich war ich ja schon etwas älter und war mit Sicherheit knall rot. Dass ich zu viel Gewicht hatte und gefühlt uralt war, hat sich wahrscheinlich niemand getraut zu sagen. Ich kam mir schrecklich doof vor und wurde bestimmt von dem einen oder anderen belächelt. Und dann begann das Training mit den ersten kleinen Bewegungen von Oi – Zuki und Gedan – Barai. Am Ende war ich total kaputt, über glücklich und völlig überdreht.

11 Dez

Es begann so

Wieder einmal saß ich in der kalten Turnhalle und schaute den Kindern bei ihrem Training zu. Ich überlegte, wie es war, als ich zum Training ging, damals vor 30 Jahren.

Ein Fitness – Studio – Abo war für mich nie ein Thema. Keine Zeit oder Möglichkeit zu haben war immer eine bequeme Ausrede und mich selbst zu Hause zu motivieren, naja, das tat ich auch nicht und nun saß ich dort, hatte schrecklich kalte Füße und sah dem Trainer, den Kindern und 2 Erwachsenen zu. Am nächsten Morgen erzählte ich es einem Freund und er meinte ganz einfach:

“Mach doch mit!”

und ich fing an, darüber nach zu denken und zu Hause ganz heimlich zu probieren, ob ich überhaupt irgendetwas, irgendwie zu Stande bekommen würde.

10 Dez

Intro

Ich, geboren 1970 in der ehemaligen DDR und Mutter von 3 Kindern, möchte euch erzählen, wie ich mit 45 Jahren zum Karate gekommen bin, welche Hürden ich überwinden musste und wie daraus eine Leidenschaft wurde.

Während meiner Schulzeit habe ich aktiv geturnt und später habe ich mich in der Leichtathletik ausprobiert. Schon immer war ich zu kurz für mein Gewicht und deshalb war es auch ein anstrengender Weg bis zu meinem Kreismeistertitel. Mit dem Ende der 10. Klasse beendete ich jegliches Training und konzentrierte mich auf meinen neuen Lebensabschnitt.

2016, 30 Jahren später, habe ich den Sport neu für mich entdeckt und ich hoffe, dass ich noch sehr lange trainieren kann.